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Im Dienste der Wissenschaft

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Ralf Marczoch

Ralf Marczoch

Über den Tellerrand schauen / weil es (mir) wichtig ist – mata im Dienste der Wissenschaft

Das eigene Unternehmen kann man auf viele Arten voranbringen: spannende neue Projekte, Fortbildungen, Vertrieb, neue Mitarbeiter…

Bei mata gehen wir noch einen weiteren Weg: Wir setzen auf Forschung und Wissenschaft. Nicht, weil es das große Geld bringt, sondern weil es uns nach vorne bringt und wir gleichzeitig den Nachwuchs fördern können.

Seit 5 Jahren unterrichte ich jetzt mit viel Freude den Nachwuchs der Sicherheitsbranche an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Bremen. Jedes Jahr freue ich mich darauf, die jungen Leute kennenzulernen und ihnen meine Herangehensweisen zum Thema Krisenmanagement erläutern zu dürfen. Gemeinsam diskutieren wir aktuelle Themen, die Studierenden bieten mir neue und frische Blickwinkel auf die verschiedensten Bereiche. Das Highlight für sie ist dann immer der Besuch der BABZ in Ahrweiler, zu einer mehrtägigen Krisenstabssimulation, welche ich mit begleiten darf.

Dank dieser Aufgabe konnte ich in den letzten Jahren auch diverse wissenschaftliche Arbeiten begleiten.

In den letzten zwei Jahren beherrschte Corona die Welt und besonders im Sicherheitsbereich wurden die Aufgaben nicht weniger. Diese Herausforderung nahm ein Student zum Anlass und startete gleich zu Beginn der Corona-Pandemie seine Bachelorarbeit zum Thema: „Auswirkungen von Pandemien im Gesundheitssektor“. Eine spannende und sehr gelungene Arbeit, welche die Herausforderungen einer Krise in einem doppelt belasteten Sektor untersuchte.

Im gleichen Jahr begleitete ich die Ausarbeitung einer jungen Frau über die Cybersicherheitsstrategien der Länder und des Bundes. Der Fokus für die erarbeitete Empfehlung lag auf der Hansestadt Hamburg.

Natürlich standen letztes Jahr auch viele Bachelorarbeiten im Zeichen von Corona, wie beispielsweise eine Ausarbeitung zum Thema „Lessons Learned Corona“ für ein Unternehmen im Bankensektor. Diese Aufgabe verknüpften wir mit der interessanten Fragestellung nach einer Bewertbarkeit für Krisenmanagement. Ein Thema, welches wir bei mata seit vielen Jahren anbieten, kontinuierlich verbessern und an die neuesten Herausforderungen anpassen.

Besonders spannend war letztes Jahr die Bachelorarbeit unseres Praktikanten Philipp Ebbing. Als ausgebildeter Pilot zog er einen Vergleich zwischen der Fliegerei und dem Krisenmanagement und evaluierte, was wir beim Krisenmanagement von Piloten lernen können (Evaluation des Krisenmanagements im Krisenstab und im Cockpit eines Verkehrsflugzeuges – Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur wechselwirkenden Verbesserung des Krisenmanagements). Fazit: Besonders im Bereich Personalauswahl und im Umgang mit Stress können wir im Krisenmanagement noch einiges lernen. Ich freue mich schon darauf, diese Erkenntnisse in unsere Übungen und Simulationen einfließen zu lassen!

Gerade lese ich drei hochspannende Bachelorarbeiten: Ein Student analysierte die 2012 erschienene Prognose der Bundesregierung bezüglich der Risikobewertung zur Pandemie durch das Virus „Modi-SARS“. Ein anderer Student beschäftigte sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Stromversorgung und ein dritter Student schrieb über Cyber Crime als digitale Herausforderung für Staat und Gesellschaft.

Das Begleiten von Bachelorarbeiten kostet viel Zeit und Nerven. Der Profit ist gering, der Mehrwert ist aber enorm: Wir können unseren Nachwuchs fördern und nebenbei selbst wachsen. Die von mir begleiteten Bachelorarbeiten bearbeiten immer hochaktuelle und spannende Themen. Einige Ergebnisse kann ich in meine tägliche Arbeit einfließen lassen und davon profitieren unsere Kunden. Auch ich selbst wachse daran, lerne viel und das mit Spaß. Für mich ist dies gut investierte Zeit.

Neben der Betreuung von Bachelorarbeiten wurde ich auch für zahlreiche Interviews für Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten angefragt, beispielsweise zu Themen wie „Krisenmanagement im Wandel“, „Whistleblowing“ und einer Metastudie für die Anwendung künstlicher Intelligenz.

Vor zwei Jahren starten wir als Impulsgeber und assoziierter Partner mit dem Forschungsprojekt AScore, einem Pandemiecockpit für Kommunen. Daraus haben sich inzwischen viele spannende Themen entwickelt. Unsere Sicherheitsmanagerin Lisa Schulze arbeitet nun seit über einem Jahr parallel beim Verband für Sicherheitstechnik e.V. an einem Forschungsprojekt zum Thema „Künstliche Intelligenz in Leitstellen und Lagezentren“ mit (SPELL).

Hand in Hand mit der Wissenschaft erweitern wir täglich unseren Horizont und sind bei hochaktuellen Themen auf dem neusten Stand.

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